Große Siege kosten viele Leute (Sprichwort)

Werner Friedl (Holtex AG) rief seine Mitarbeiter auf, aktiv auf Stimmenfang zu gehen. Denn ‚Wir stimmen am 12. Juni nicht über irgendwelche Politiker ab, sondern über unsere Arbeitsplätze.‘

(Industrie, 26.5.94)

Der Beitritt ist für uns eine Überlebensfrage.

G. Rhomberg, Huber Tricot AG (News-Spezial EU-Extra, 4/94)


Huber Tricot wird per Ende Oktober die Standorte Laa a.d.Thaya (Niederösterreich) und Neumarkt (Steiermark) schließen. Insgesamt verlieren 184 Mitarbeiter ihre Stelle.

(TT, 31.8.95)


Huber Tricot baut 60 Mitarbeiter ab.

(TT, 18.10.96)


Huber schließt Werk Haugsdorf. 110 Mitarbeiter sind von diesem Einschnitt betroffen.

(TT, 17.1.97)

EG-Beitritt heißt Teilnahme an der Dynamik des künftigen Marktes von 320 Millionen Menschen, bedeutet wachsende Wirtschaftskraft und soziale Sicherheit.

(Swarovski-Journal, 7/1989)
Aus der Werbekampagne der Bundesregierung (Agentur Demner & Merlicek)

Ein Nein zur EU hätte dramatische Folgen. Es würde einen ganz massiven Abbau von industriellen Arbeitsplätzen geben. Auch mein Unternehmen müßte seine Investitionsschwerpunkte verlagern und in Österreich gebremst vorgehen.

A. Maculan (Wirtschaftswoche, 10.2.94)

Abfahrt nach Europa: Blizzard ist für den weltweiten Wettbewerb bestens gerüstet.

(Industrie, 8.7.92)

Längst liegen die Pläne für Euro-Strategien in den Schubladen der Firmenzentralen. Skiproduzent Alois Rohrmoser mit seinen Fabriken in Wagrein und Altenmarkt (Atomic) braucht den grenzenlosen Markt.

(News 36/93, Sonderteil Industrie-Extra)


Atomic ist konkursreif

(Wirtschaftswoche, 15.9.94)

Wenn die EU kommt, können wir von Zwei- auf den Drei-Schichtbetrieb umstellen. Das bedeutet 50 Arbeitsplätze mehr. Gibt es keinen Beitritt, müssen wir 100 Leute abbauen.

A. Gebauer, Tiroler Loden (News, 27.1.94)

Wir machen 2/3 des Geschäfts mit den Ländern der EU. Ein Nichtbeitritt hätte langfristig am Standort Österreich auch für uns den Verlust von Arbeitsplätzen zur Folge. Vor allem deshalb halte ich einen Beitritt Östereichs für wichtig.

Hilde Umdasch, Umdasch AG, in den „Ja“-Zeitungs-Anzeigen von D&M

Ein Land außerhalb der EU wird es in Zukunft äußerst schwierig haben. Unser Unternehmen selbst fühlt sich bestens gerüstet für den EG-Beitritt Österreichs.

H. Stepniczka, Gen.Dir. Lenzing AG (News, 27.1.94)

Die Wiener Wirtschaft ist europareif! Worauf warten wir noch?

Hoechst Austria AG (u.a.) bei „Industrie Wochen ’88“ (Kurier, 6.9.88)


Hoechst schließt Austria Fasern. 110 Mitarbeiter sind betroffen.

(Standard, 30.10.96)

Auch Semperit-Generaldirektor Franz Leibenfrost sieht in einem EG-Beitritt die einzige Zukunftsperspektive.

(Wiener Zeitung, 11.2.88)

Seidensticker setzt auf die EG. Das Unternehmen plädiert für eine Vollmitgliedschaft. Dies wird im Land verstärkte Flexibilisierung erfordern, wobei sich die Fertigung in der Landeshauptstadt weiter spezialisieren wird.

(NTZ, 22.6.88)

Unsere Heimat heißt Österreich. Unsere Zukunft heißt Europa. Elektra Bregenz.

Zeitungsanzeigen (z.B. TT, 22.6.88)

Die Herausforderung Europas ist groß. Nach Europa gehen wir am besten gemeinsam. CA, die Bank zum Erfolg.

Werbe-Anzeigen (Dez. 87)

Durch die Preissenkungen steigt die Kaufkraft, und die Österreicher werden sich noch mehr leisten können. Das ergibt mehr und sicherere Arbeitsplätze. Mir als Arbeitnehmervertreter darf es nicht egal sein, wie die EU-Abstimmung ausfällt. Deshalb: Ja zur EU.

J. Thuller, Betriebsratsvorsitzender, Konsum Klagenfurt (Kl. Ztg., 9.6.94)


Der Konsum Österreich geht in Ausgleich. Damit ist die größte Pleite in Österreichs Nachkriegsgeschichte perfekt.

(TT, 10.3.94)
Vorher: Minus 10 Prozent bei den Preisen (Annonce unter anderem in der Kronenzeitung vom 8.6.94)
Nachher: Minus 10 Prozent bei den Löhnen (Tiroler Tageszeitung, 1.8.96)